Wer kümmert sich wirklich ums QM?
Herzlich willkommen zu unserem inOri Newsletter!
Ja, wir wissen es. Der letzte Newsletter war im April 2025. Ruhig war es bei uns nicht. Wir haben diese Zeit genutzt, um unsere Angebote weiterzuentwickeln und neue Instrumente zu bauen. Heute melden wir uns mit einer Frage zurück , die uns in der Beratungsarbeit regelmässig begegnet.
Vor kurzem meldete sich ein Betrieb bei uns. QM seit einem Jahr im Stillstand. Es fehlte weder an Dokumenten noch am Willen. Langzeitausfälle, Pensionierungen, Kündigungen. Der Alltag ist lauter als das Wichtige. QM wartet. Und wartet…
Was ihnen fehlte: Jemand, der QM nicht dem Alltag überlässt. Als externe QM-Berater kennen wir diese Situation. Wir werden regelmässig gefragt: Was macht ihr eigentlich anders? Was bringt ein externer QMB, das intern nicht funktioniert?
In diesem Newsletter versuchen wir eine Antwort zu geben.
Interner QM-Beauftragter : Wenn das System von innen getragen werden soll
Ein interner QM-Beauftragter kennt die Abläufe, die Kultur, die Menschen. Er ist nah dran. Das ist ein echter Vorteil.
Aber Nähe hat ihren Preis. Wer täglich im Betrieb steht, sieht manche Dinge nicht mehr. Oder traut sich nicht, sie anzusprechen. Der Druck, kollegial zu bleiben, ist real.
Intern funktioniert, wenn:
- Die Person ausreichend Zeit hat. Nicht nebenbei, sondern wirklich.
- Sie intern Mandat und Rückendeckung der Führung geniesst.
- Das Team Qualität als gemeinsame Aufgabe versteht.
Externer QM-Beauftragter : Wenn Breite und Systematik den Unterschied machen
Ein externer QM-Beauftragter bringt mehr als Distanz. Er bringt systemisches Denken und Handeln, ein erprobtes Vorgehen und eine professionelle Stellvertretung. Wer in Dutzenden Institutionen gearbeitet hat, weiss, was funktioniert und was nicht. Er bringt Vorlagen, die bereits getestet sind, und einen Blick, der nicht durch interne Gewohnheiten getrübt ist.
Und: Ein externer QM-Beauftragter muss kein exklusiver Partner sein. Oft genügt ein Tag pro Monat. Das ist in vielen Fällen wirksamer und kostengünstiger, als intern jemanden einzusetzen, der das Thema neben dem Tagesgeschäft trägt.
Extern funktioniert besonders gut, wenn:
- Internes Fachwissen oder Zeit fehlen.
- Aktualität zählt: neustes Wissen, Best Practices, regulatorische Entwicklungen.
- Kontinuität gefragt ist: kein Ausfall-Risiko, kein Wissensabgang bei Personalwechsel.
Was wirklich entscheidet: Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung
Damit das QM-System funktioniert, braucht es eine Grundlage. Das AKV-Prinzip ist in der Führungslehre bekannt. Im Qualitätsmanagement wird es oft übersprungen. Genau dort entstehen die meisten Schwachstellen.
Wer hat die Aufgabe, die Kompetenz und die Verantwortung dafür? Wo AKV unklar ist, arbeitet das System gegen sich selbst. Wer diese drei Fragen frühzeitig klärt, erkennt Lücken bevor sie zum Problem werden.
Eine Sache für diese Woche
Frühlingszeit. Zeit für Ordnung und Ausmisten.
Öffnen Sie Ihre Ablage und fragen Sie sich: Wann war dieses Dokument zuletzt im Einsatz? Falls die Antwort länger als zwölf Monate her ist, lohnt sich ein kurzer Check.
Achtung: Nicht jedes selten geöffnete Dokument ist überflüssig. Manche sind regulatorisch vorgeschrieben.
Wer lieber auf Nummer sicher geht, bevor der Delete-Knopf gedrückt wird: Wir haben für Institutionen in der Langzeitpflege je Kanton ein Kontrollblatt entwickelt, das diesen Abgleich ermöglicht. Anforderung für Anforderung. Dokument für Dokument. nOri kann mehr als Sie es sich gewohnt sind!


